Namibia ist wirklich einzigartig, wurde während der Kolonialisierung von verschiedenen Kulturen beeinflusst und ist nun 1990 aus dem Schatten der Apartheid wiedergeboren worden. Was sich herausgebildet hat, ist ein echtes Gefühl der Einheit in der Vielfalt, das Zusammenkommen von mindestens 11 großen ethnischen Gruppen, die alle ihre Vergangenheit feiern und gleichzeitig gemeinsam auf die Zukunft hinarbeiten. Sie werden dies in Kleidung, Sprache, Kunst, Musik, Sport, Essen und Religion bemerken. Es gibt eine wunderbare Collage, aber in erster Linie sind die Namibier stolz darauf, Namibier zu sein. Und das aus gutem Grund.

Basters

Die Geschichte Namibias liest sich wie fast jede Geschichte deutscher Kolonien: Mit einer gewissen Dreistigkeit wurde das Land annektiert, die Bodenschätze abgebaut und zu Beginn des Ersten bzw. Zweiten Weltkrieges schnell verlassen.

Manche Deutsche sind nach den Wirren der Weltkriege hier geblieben oder zurückgekehrt. Ihre Wurzeln sahen sie eher im südwestlichen Afrika als in Mitteleuropa.

Für die Gegenwartsgeschichte ist das interessant, doch offenbart Namibia eine durchaus viel tiefgründigere Geschichtsschreibung, die schon bereits vor mehreren tausend Jahren begann.

Die ersten Spuren hinterließen die Ureinwohner mit ihren bis heute rätselhaften künstlerischen Felsgravuren und -zeichnungen. Viel später dann, mit der Entwicklung der Schifffahrt, nahmen die Europäer das Land für sich ein und entdeckten Namibia als lohnenswerte Kolonie.

Das Zeitalter der Diamantensucher im beginnenden 20. Jahrhundert mündete in der Apartheid der südafrikanische Mandatsmacht bis hin zur Unabhängigkeit, der Proklamation des Staates Namibia und dessen Gegenwart in der globalisierten Welt.

Leider steht Namibias gegenwärtige Kunst- und Kulturszene im Schatten der südafrikanischen Künstler.

Der kulturelle Bereich war lange von weißen Künstlern und Rezipienten geprägt, dass es nur wenige einheimische Künstler und Kulturschaffende aus ihrer Nische heraus zu größerer Öffentlichkeit schafften.

Auch ist der Kunst- und Kulturbegriff stark westlich geartet – denn in dem Vielvölkerstaat gehören Musik, Malerei und andere künstlerische Ausdrucksmittel einfach zur Kultur des Alltags dazu.

Namibia ist ein säkularer Staat, das heißt, dass keine Religion als Staatsreligion zwingend von seinen Bürgern ausgeübt werden muss. Den Einwohnern des Landes obliegt es, jedwede Religion auszuüben.

So differenziert die Gesellschaftsstrukturen Namibias sind, so unterschiedlich sind auch die Glaubensansichten einer jeden Bevölkerungsgruppe. Ungefähr 82 % der Bevölkerung sind Christen – darunter 62 % Protestanten und 20 % Katholiken.

Die traditionellen Kulturen Namibias haben zu einem gewissen Teil ihren alten Glauben beibehalten. Durch die Aktivitäten der Missionsgesellschaften haben sich aber auch in den traditionellen Glaubensvorstellungen Synkretismen ergeben – die Vermischung des alten mit dem christlichen Glauben. Dies gestaltete sich häufig sehr leicht, da der Glaube an ein höchstes Wesen den meisten namibischen Kulturen gemein war – welches durch die Person des christlichen Gottes meist ersetzt wurde.

Die in einem fremden Land angebotenen Speisen und Getränke sind fast immer ein Highlight einer jeden Reise.

In Namibia ist dies vor allem für den deutschen Touristen umso interessanter, da deutsche Küche und Brautradition hier immer noch wie vor hundert Jahren gepflegt werden.

Darüber hinaus gibt es natürlich eine traditionell namibische Küche, welche von den vielen Kulturen des Landes geprägt ist und durch das Interesse der Touristen auf den Speiseplan des Landes gehoben wurde.

Die internationale Küche, hier vor allem mit einem mitteleuropäischen Fokus, darf und wird in den Städten Namibias natürlich auch nicht fehlen.

   
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